Palliativversorgung Erwachsene

Das Palliativprogramm unterstützt unheilbar erkrankte Menschen, die

• in ihrer letzten Lebensphase zu Hause bleiben möchten,
• schmerztherapeutisch gut behandelt,
• umfassend versorgt und
• fürsorglich begleitet

werden wollen.
Dies gilt auch für Menschen, die in stationären Altenhilfeeinrichtungen ein Zuhause gefunden haben.
Unser Anliegen ist es, Menschen in dieser schwierigen Phase mit Kompetenz, Mitgefühl und Zeit zu begleiten. Dabei bringen wir unsere Fähigkeiten aus Medizin, Pflege, Hospizdienst, Seelsorge, Beratung und Sozialer Arbeit wirkungsvoll zusammen.

Seit 2007 hat jede Bürgerin und jeder Bürger einen Rechtsanspruch auf eine umfassende Palliativversorgung in häuslicher Umgebung. Das Palliativprogramm setzt diesen Rechtsanspruch nach den modernen Leitlinien der Schmerztherapie der Weltgesundheitsorganisation um.

Spezielle Informationen zum Thema „Begleitung von schwerstkranken Kindern und Jugendlichen“ finden Sie hier.

Ablauf

Ein am Lebensende stehender Mensch kann von seinem Haus- bzw. Facharzt in das Palliativprogramm „eingeschrieben“ werden.
Die Haus- und Fachärzte haben die entsprechenden Unterlagen vorliegen. Für die Einschreibung ist Ihre bzw. die Unterschrift Ihrer Vorsorgeberechtigten und des Arztes erforderlich.

Ihr Haus- oder Facharzt ist Ihr erster Ansprechpartner für die ambulante Palliativversorgung. Er klärt Sie und Ihre Angehörigen über den Palliativstatus auf und leitet mit Ihrer Einwilligung die Einschreibung in das Palliativprogramm ein.

Der PKD MindenLübbecke kooperiert mit 97% der niedergelassenen Hausärzte. Nur wenige davon haben sich auf unserer Website veröffentlichen lassen.  

Bitte sprachen Sie Ihren Hausarzt an

Warum Ihr Hausarzt?

    • Vertraute Umgebung: Sie müssen in dieser belastenden Zeit nicht den Arzt wechseln.

    • Zentrale Koordination: Ihr Hausarzt arbeitet eng mit den Palliativärzten und Patientenkoordinatorinnen zusammen, um eine optimale Versorgung sicherzustellen.

Aufgaben Ihres Hausarztes im Rahmen der Palliativversorgung:

    • Einschreibung in das Palliativprogramm

    • Medizinische Behandlung, Beratung und Begleitung des Patienten und der Angehörigen

    • Übermittlung der Daten und eine enge Zusammenarbeit mit Palliativmedizinern und Patientenkoordination des PKD (Palliativmedizinischen Konsiliardienstes)

    • Koordination aller diagnostischen, therapeutischen und pflegerischen Maßnahmen

    • Einstellung und/oder Beratung zur Schmerztherapie und Symptomkontrolle

    • Beurteilung und Einleitung einer palliativmedizinischen Wundbehandlung

    • Verordnung von Palliativpflege

    • 24-stündige Erreichbarkeit (oder Information über die Erreichbarkeit der Palliativmediziner nachts, am Wochenende und an Feiertagen)

    • Ärztliche Versorgung in Altenhilfeeinrichtungen und Hospizen

    • Beratung mit Palliativmedizinern vor einer eventuellen Krankenhauseinweisung

    • Rezeptierung der erforderlichen Medikamente


Wichtig zu wissen:
Diese Regelung des hausarztzentrierten Ansatzes gilt speziell in der Region Westfalen-Lippe.

Alle Adressen auf einen Blick

Unsere große Auswahl an Adressen können Sie bequem filtern und so finden Sie schnell wonach Sie suchen.